Was eine Druckerei von deiner Datei erwartet
Die meisten Online-Druckereien prüfen jede Datei automatisch, bevor sie in Produktion geht. Diese Punkte fallen dabei am häufigsten auf:
- Endformat: Die Datei muss das bestellte Format haben, und die Druckerei muss erkennen, wo geschnitten wird. Im PDF steht das im Endformat-Rahmen, der sogenannten TrimBox.
- Beschnitt: Alles, was bis an den Rand reichen soll, muss rundum etwa 3 mm darüber hinausgehen. Sonst bleiben beim Zuschneiden leicht feine weiße Blitzer stehen.
- CMYK statt RGB: Bildschirme mischen Farben aus Licht (RGB), Druckmaschinen aus Farbe (CMYK). Eine RGB-Datei wird in der Druckerei umgerechnet – leuchtende Töne wirken danach oft stumpfer als erwartet.
- Eingebettete Schriften: Fehlt eine Schrift in der Datei, wird sie ersetzt, und der Text verrutscht.
- Bildauflösung: Für scharfen Druck gelten rund 300 dpi in der tatsächlichen Druckgröße als Richtwert.
- Idealerweise PDF/X: Dieser Druckstandard fasst all das zusammen und nennt das Farbprofil, für das die Datei gedacht ist.
Word: stark für Text, nicht für Druckdaten
Word speichert ein PDF in genau der eingestellten Seitengröße, und für einen Brief reicht das völlig. Für Drucksachen fehlen aber die entscheidenden Einstellungen:
- Kein Beschnitt: Word kennt keinen Bereich außerhalb der Seite. Randabfallende Farbflächen oder Fotos lassen sich deshalb nicht sauber anlegen.
- RGB-Farben: Das PDF enthält die Farben so, wie der Bildschirm sie zeigt. Die Umrechnung in CMYK passiert erst in der Druckerei – ohne dass du das Ergebnis vorher siehst.
- Komprimierte Bilder: Word verkleinert eingefügte Bilder standardmäßig auf 220 ppi, sofern man das in den Optionen nicht abschaltet.
- Kein Druckstandard: Word speichert kein PDF/X und keinen eigenen Endformat-Rahmen. Die Druckerei muss dann annehmen, dass die Seite selbst das Endformat ist.
Heißt das, ein Word-PDF wird immer abgelehnt? Nein. Reicht nichts bis an den Rand, nehmen es viele Druckereien an und rechnen die Farben selbst um. Wer aber vorher wissen will, was am Ende auf dem Papier landet, braucht eine Datei, die diese Fragen selbst beantwortet.
Canva: stark am Bildschirm, beim Druck eine Tariffrage
Canva hat einen eigenen Download „PDF Druck“ mit 300 dpi, Beschnitt und Schnittmarken – damit kommt man schon weit. Den Unterschied macht das Farbprofil: CMYK gibt es laut Canva-Hilfe nur in den Bezahltarifen (Canva Pro, Teams, Education und Nonprofits).
Dazu kommt, dass Canva mit einem Konto arbeitet und deine Entwürfe in der Cloud speichert. Für viele ist genau das praktisch. Wer Preise, Kundendaten oder Interna auf einen Flyer setzt, behält sie vielleicht lieber auf dem eigenen Gerät.
Und fair gesagt: Mit seiner riesigen Vorlagen-Bibliothek ist Canva unschlagbar, wenn man schnell eine Idee sucht. Die hat LaydoStudio nicht – hier startest du mit dem richtigen Format und gestaltest selbst.
Druckfunktionen – bei LaydoStudio alle kostenlos
Auch LaydoStudio hat ein Pro-Abo. Das ist aber für Komfort da – unbegrenzte Seiten, Projekte speichern, Serienbearbeitung, IDML-Export –, nicht für ein korrektes PDF. Alles, was eine Druckerei prüft, ist kostenlos und ohne Konto dabei:
- Beschnitt und Sicherheitsrand ab dem ersten Klick, Schnittmarken auf Wunsch. Reicht etwas an den Rand, während sie ausgeschaltet sind, weist LaydoStudio dich vor dem Export darauf hin.
- Echtes CMYK: Farben und Bilder werden beim Export umgerechnet, mit eingebettetem Farbprofil (in Europa PSO Coated v3/FOGRA51) und als PDF/X-4 gekennzeichnet, inklusive Endformat- und Beschnitt-Rahmen.
- Schriften fest eingebettet: über 20 Schriften inklusive, eigene lassen sich hochladen.
- Bilder im Blick: Der Druck-Check zeigt live, ob ein Bild scharf genug ist. Zu große Bilder werden beim Export auf 300 dpi in der Druckgröße begrenzt, nie hochgerechnet.
- Kein Upload: Der Editor läuft im Browser, deine Entwürfe verlassen dein Gerät nicht.
Mehr als ein sauberer Export
Dazu kommen Werkzeuge, die genau bei Drucksachen den Unterschied machen:
- Logos aus Illustrator oder PDF: AI- und PDF-Dateien bleiben echte Vektorgrafik, gestochen scharf in jeder Größe.
- QR-Codes und Barcodes direkt im Layout, ebenfalls als Vektorgrafik.
- Kuvert und Briefpapier: Die Formate bringen die Fensterposition nach DIN 680 bzw. die Falzmarken gleich als nicht druckende Hilfslinien mit.
- Schnittkontur für Sticker und Aufkleber: als echte Sonderfarbe, die Schneideplotter erkennen.
- Mehrfachnutzen mit Snuglay: Ein Klick schickt dein Motiv an das kostenlose Schwester-Tool, das so viele Kopien wie möglich auf Bogen oder Rolle anordnet.
- Mit Pro: Serienbearbeitung aus Excel für Namensschilder und Tickets sowie IDML-Export, damit eine Grafikerin oder ein Grafiker in InDesign weiterarbeiten kann.
Im Vergleich
| Word | Canva | LaydoStudio | |
|---|---|---|---|
| Gemacht für | Briefe, Texte, Berichte | Social Media, Präsentationen, Grafiken | Drucksachen |
| Vorlagen | Dokumentvorlagen | sehr große Bibliothek | keine – du startest mit dem passenden Format |
| Beschnitt & Schnittmarken | nein | ja, beim Download „PDF Druck“ | ja, automatisch angelegt |
| CMYK-Farben im PDF | nein (RGB) | nur in Bezahltarifen | ja, kostenlos |
| Bildauflösung | standardmäßig auf 220 ppi komprimiert | 300 dpi | Original, beim Export auf 300 dpi begrenzt, mit Live-Prüfung |
| Druckfunktionen ohne Abo | – | CMYK nur mit Abo | alle |
| Konto nötig | – | ja | nein |
Angaben zu Canva laut Canva-Hilfe, zu Word laut Microsoft-Support; Stand September 2026.
Und wenn ich Word oder Canva weiter nutze?
Musst du nicht aufgeben. Texte kannst du einfach herüberkopieren, Fotos als Bild einfügen. Logos und Grafiken im PDF- oder AI-Format bleiben in LaydoStudio echte Vektorgrafik, gestochen scharf in jeder Größe. So entsteht der Entwurf, wo es dir leichtfällt, und die Druckdatei dort, wo sie stimmt.